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Die überraschende Wahrheit hinter deinen Schuhbändern – Teil 2
Meine Bedeutung von Motivation und Erfolg. Warum echte Sicherheit von innen kommen muss – und wie du deine Anziehungskraft findest.
Andreas Ablinger
Culture, People & Communication
- Motivation & Persönlichkeit
- Erfolg
- Motivation
- Schule des Lebens
- Selbstakzeptanz
Meine Bedeutung von Motivation und Erfolg
Hinter all dem Ehrgeiz und dem sportlichen Erfolg stand für Leo ein tiefes Bedürfnis: Das Bedürfnis nach Bestätigung. Er suchte nach Sicherheit, nach einem Gefühl der Zugehörigkeit und nach dem Wissen, dass er einen festen Platz in der Welt hatte. Diese innere Unsicherheit prägte ihn, ohne dass er sich dessen bewusst war.
Die Jahre vergingen, und Leo lernte, seine Erfahrungen als Prägungen zu sehen, die ihn zu dem machten, was er war. Sicherheit und Bestätigung waren nicht mehr seine Endziele, sondern Treiber seiner Handlungen. Er verwandelte die Unsicherheit und Angst vor Ablehnung in Motivation. Erst sehr spät merkte Leo, dass echte Sicherheit von innen kommen muss.
Erkennst du dich in dieser Geschichte wieder?
Motivation ist für mich ein vielschichtiges Thema. Wenn ich persönlich über Motivation nachdenke, führt mich das zurück in meine Kindheit. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine Herkunft, seine Prägungen, seine Wurzeln und seine Erfahrungen. Daraus entstehen unterschiedliche Motive. Darin liegt der Kern der Motivation.
Heute betrachte ich all diese Erfahrungen tatsächlich als ein großes Geschenk. Mir hätte nichts Besseres passieren können, als mein Leben in vollem Bewusstsein zu erleben. Denn ich bin überzeugt, dass wir genau das erhalten, was wir benötigen.
Wie kannst du wahre Motivation finden?
Das Wort „Motivation“ beinhaltet den Wortstamm „Motiv“ – der Grund oder das Ziel, das wir erreichen wollen. Zu oft reden wir uns gewisse Ziele nur ein, weil sie uns von der Gesellschaft aufgezwungen werden. Diese Art von Motivation kann nicht lange anhalten, weil sie nicht aus unserem eigenen Antrieb stammt. Das Resultat ist ein Verlust an Freude und Antrieb.
Die eigene Akzeptanz spielt eine essenzielle Rolle. Was mich in meiner Jugend täglich begleitet hat, war genau das: Fehlende Akzeptanz. Ich habe mich selber nicht so akzeptiert wie ich bin.
Ein kleines Beispiel
Letztens hatte ich ein Coachinggespräch mit einer jungen Frau, die in ihrem Beruf herausragende Leistungen erbringt und von allen Seiten Lob erhält. Dennoch gestand sie mir, dass sie sich ohne diese kontinuierliche Anerkennung zutiefst unsicher fühlt – klassisches Imposter-Syndrom.
Sie sieht und hört die Anerkennung, spürt sie aber nicht; sie erhält den Applaus, fühlt sich dem aber nicht würdig. Diese Diskrepanz zwischen äußerer Anerkennung und innerer Wahrnehmung lässt sie in einem Zustand ständiger Selbstzweifel verharren.
Was bedeutet es, auf Lob von außen angewiesen zu sein?
Ständige Abhängigkeit von äußerem Lob ist nicht nur ermüdend, sondern macht es auch schwierig, echte Motivation zu entwickeln. Lob erzeugt das Verlangen nach mehr Lob. Es ist eine Art Abhängigkeit – wirkt gar wie eine Droge.
Wir erhalten nicht immer das, was wir uns wünschen, sondern das, was uns wachsen lässt. Wir müssen lernen, aus Fehlern zu lernen und negative Erlebnisse als Teil unseres Wachstums zu sehen. Ein gewisses Maß an Selbstakzeptanz ist entscheidend. Diese innere Sicherheit zu finden, unabhängig von externer Bestätigung, ist der Schlüssel zu echter Motivation.
„Wie finde ich nun meine Motivation?“
Ich persönlich lebe nach dem Prinzip von „Anziehungskraft statt Zwang = Sog statt Druck“. Unsere Gesellschaft ist unter dem Prinzip des Drucks aufgewachsen. Junge Menschen haben längst begriffen, dass das Leben kein Einbahnstraßen-System ist. Sie wissen viel genauer, wo ihre Motive liegen.
Fühlst du deine Anziehungskraft immer noch nicht?
Schnapp dir deinen Kalender und mach einen Ausflug durchs letzte Jahr. Schreibe alles auf, was du erlebt hast. Sortiere die Erlebnisse in Höhepunkte und Tiefpunkte. Im nächsten Schritt kategorisierst du: Was war gut, was war sehr gut, was will ich wieder erleben? Bei den negativen Ereignissen dasselbe.
Wir sollten viel öfter unsere Herzensverbindung nutzen. Das Herz ist nicht nur unser Gefühlszentrum, sondern auch der stärkste Muskel. Diese Verbindung zwischen Herz und Verstand ist entscheidend.
Ob du nun weiße Schuhbänder wählst oder dich für etwas Farbenfroheres entscheidest, letztendlich ist es nicht die Farbe der Schnürsenkel, die zählt. Was wirklich zählt, bist du und deine Entschlossenheit, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu finden.
Wie ist das in Ihrer Organisation?
Wenn Sie diese Themen in Ihrem Team bewegen wollen — sprechen Sie uns an. Wir nehmen uns 30 Minuten für ein unverbindliches Erstgespräch.